A. S.a.l.Zü. + SÜb.
B. Gr.8/T + Tr.verl. + 1/2P. (l.Sl, kl.G)
C. Kl.8/S.a.1/2.l.Zü (h+a, iHb.b., SW/SH, VHW) ...+l.Sl, ...Kst./r.H
D. Zi/T-G-Ü
E. S-G-Ü (HHW, RW)
Alles mit ... davor und/oder fett gedruckte ist am Tag des Eintrags hinzugekommen. Das heisst, die jeweilige Übung hat sich in dem genannten Abschnitt (hier z.B. die lange Schlangenlinie und auf der rechten Hand die Konterstellung in der Schrittarbeit) bewährt.
Auf dem Videomaterial (clip kommt) ist zu sehen, dass das was sich im Sattel wie ein Seitwärtstreten der Hinterbeine in Reaktion auf den inneren Zügel weg vom Hals anfühlte in den meisten Fällen ein deutliches Treten des inneren Hinterbeins unter den Schwerpunkt ist. Das beruhigt mich. Denn das heisst: der Zügel weg vom Hals belastet das innere Hinterbein direkt, während der Zügel zum Hals die Schultern vor das innere Hinterbein schiebt und es so quasi indirekt belastet. Daher kommen wohl die Begriffe direct rein and indirect rein, die Craig Stevens benutzt.
Die kleine Acht mit der Führung an einer Hand belastet also das innere Hinterbein. Die Hände bleiben nebeneinander. Noch gibt es kein gezieltes Eindrehen der inneren Hand. Das Pferd ist in Längsbiegung. Je kleiner die Wendung, umso deutlicher hängt der innere Zügel durch. Wenn die innere Reiterschulter nicht weiter zurück kann muss der innere Zügel weg vom Hals kürzer genommen werden um durchzukommen. Das Eindrehen des Handgelenks hat dieselbe Wirkung und ist deshalb zu empfehlen. Später kann dann durch das Eindrehen des Handgelenks das Pferd auch auf der geraden Linie gebogen und so das Schulterherein begonnen werden. Im ersten Fall begleitet die Hand die Biegung, im zweiten stellt sie sie her. Ich ahne, dass das bei den komplexeren Seitengängen, wie z.B. dem Travers eine Rolle spielen wird. Dann wird man das Pferd wohl nicht nur mit einer Hand reiten, sondern führenden und unterstützenden Zügel einsetzen.
Etwas Geschicklichkeit erfordert es, mehr als nur das innere Hinterbein zu belasten. Die Kruppe herausschwingen zu lassen, in der Bewegung ebenso wie auf der Stelle, spricht Schwierigkeiten im Pferdkörper an. Gut ist es deshalb zunächst das gerade Pferd seitwärts treten zu lassen und das zuvor am Boden zu üben. Die Frage stellt sich, was genau denn schwierig ist? Darauf komme ich zurück, wenn ich es genauer untersucht habe.
In der Praxis beginne ich jeden Ritt mit A. Schon vorher noch auf dem Boden mache ich Übungen, um den Bewegungsspielraum meiner Hüftgelenke zu erweitern. Nach den Sitzübungen im Sattel nehme ich die Zügel auf, gehe zu C. über und versuche den besten Augenblick für eine B. Phase nicht zu verpassen. Die Trabphase ist am besten, wenn das Pferd auch schon kleine Galopps anbietet. Je nach der Qualität der B. Phase wähle ich noch einige C. Übungen aus, um den Bewegungsablauf gezielt positiv zu stimmen und dem Pferd mehr Bewegungsfreiheit zu schaffen. Ein erster Sieg ist es, wenn das Pferd bei den ersten Schritt/Galopp/Übergängen ruhig und unter mir bleibt.
Lange weiche Pferde beginnen besser mit einer munteren Trab/Galopp/Phase und machen die kleine Acht im Trab abgekürzten Trab. Sie sind dann besser auf einen abgekürzten Schritt mit gut gehobenem Rücken (Craig nennt dies den counted walk) vorbereitet. Bei steifen und von Körperangst bedrohten Pferden dran bleiben aber nichts erzwingen. Bei Schwierigkeiten immer erst den eigenen Sitz und die Hilfengebung überprüfen. Fehler schleichen sich häufig unbemerkt ein. Das Pferd meldet sie zuverlässig und verdient nicht, dafür unter Druck gesetzt zu werden.
Zum Wechsel von Reise- und Leistungshaltung und von Schulterherein bzw. Schultervor nächstes mal mehr.