Die Leichtigkeit

  • Ein deutscher Meister der 1980iger Jahre und ein norwegischer Meister des frühen 21. Jahrhunderts im Vergleich. Sehen Sie selbst, ob ein Unterschied deutlich wird? Ist es Tagesform? Oder sehen wir hier zwei Ausbildungsformen, die auf zwei verschiedenen Verständnissen der reiterlichen Wirbelsäule beruhen. Und das Pferd kopiert den Reiter schlicht?
  • In Kapitel 11, "Schwerkraft, Struktur, Emotion," des Buches "Energiemedizin," (2006) schreibt James L. Oschman: „Die Verformbarkeit und Beweglichkeit des Körpers sowie die Fähigkeiten, Gegenstände aufzuheben, ergeben sich im Zusammenspiel von Knochen und Zugelementen. D.L. Robbie, 1977, kommt sogar zu dem interessanten Schluss, das Weich- bzw Bindegewebe im Wirbelsäulenbereich könnte praktisch jeden Wirbel einzeln vom darunter liegenden abheben, wenn es unter der richtigen Zugspannung steht.”
  • Die menschliche Wirbelsäule balanciert sich durch ihre aufrechte Haltung in der Schwerkraft aus. Trotzdem ist sie als tensegrity system vom Zug der Erdenschwere unabhängig. Und wie steht es um das horizontal gelagerte Rückgrat des Pferdes? Die Logik alles hier Gesagten deutet darauf hin, dass auch und gerade des Pferdes Rückgrat als tensegrity in sich stabil und von der Erdanziehungskraft unabhängig ist. Denkt man diesen Gedanken weiter, dann wir klar, dass das Pferd einen Reiter, der sich der Natur seiner Wirbelsäule als aufwärts strebendes, von der Erdanziehungskraft unabhängiges System nicht bewußt ist, nicht verstehen kann. Der Mensch muss fliegen wollen, damit das Pferd unter seinem Sattel sich vom Boden lösen und tanzen kann.