Dieser Text richtet sich an Reiter, die meinen gute Ergebnisse seien das Resultat ihrer Arbeit. Sie vergessen leicht, dass alles was das Pferd braucht, um dem Reiter zu dienen in seinen Genen angelegt ist. Jede auch nur oberflächliche Untersuchung der Physiologie des Pferdes und des Menschen stellt das sofort klar.
This text is for all who think good results in equitation are the result of their work. They tend to forget that all the rider needs and wants from a horse is right there in its genes. Any even superficial inspections of the physiology of man and horse clarifies this with ease.
Das Pferd ist ein friedliebendes Wesen, ausgestattet mit dynamischem Gleichgewicht und Bewegungen, die den Eigenarten und Bedürfnissen des Menschen ganz genau entsprechen. Das Pferd in Beritt nehmen ist also nicht eine Sache der Konfliktbewältung, sondern des Einstimmens. Dass junge Pferde manchmal übermütig sind, und verletzte/schmerzende Pferde dem Menschen zur Gefahr werden können widerspricht dem nicht.
The horse is peace-loving. It commands a dynamic balance and movements that communicate to the t with human needs and wants. Starting a horse thus is not a matter of conflict but of tuning. The fact that young horses can be boisterous and damaged horses in pain can be dangerous does not speak against it.
Jede Einstimmung mit dem Pferd ist zugleich die Einstimmung auf den eigenen Körper. Denn nur wenn Impulse, die vom Reiterkörper ausgehen mit den Impulsen des Pferdekörpers übereinstimmen kommt es zu Ergebnissen. Der noch heute umstrittene Baucher erkannte schon vor mehr als 150 Jahren, dass der Reiter nicht anderes tut, als genau die Impulse anzusprechen, die das Pferd selbst einsetzt um Haltung und Bewegung zu beherrschen.
Tuning into the horse is always also tuning into one's own body. Because only those impulses of the rider's body which correspond with the horse bring on proper results. Baucher, some 150 years ago already knew that all the rider does is address with his own body the very impulses the horse uses to command its.
Es folgt, dass Bewegungen und Kommunikation umso besser funktionieren je weniger Blockaden bestehen. Jeder Mensch weiss, dass Vertrauen die Grundlage für Wohlbefinden und freie Beweglichkeit ist. Das geht dem Pferd nicht anders. Deshalb das vorgeschlagene, immer wieder geprüfte und immer wieder erfolgreiche Vorgehen. Deshalb die kleinen Schritte, die der Physiologie des Pferdes und seiner Psyche entsprechen. Deshalb erst einmal der Königsweg.
If follows that movement and communication work well when impulses and energy flow freely. It is well know that trust is the basis of well-being and getting-on. The same is true for the horse. Therefore the suggested progression, which in a thousand tests has proven its value. Therefore the small steps leaving room for horse and rider to grow. Therefore the king's road.
Immer wieder kommt es jedoch auch auf dem Königsweg zu Behinderungen. Sie haben ihren Ursprung in der ausgeprägten Schiefe des Pferdes, im Vertrauensverlust gestörter Pferde und in Reiterfehlern. Deshalb folgt dem Königsweg eine Darstellung klassischer Mittel, die jeder sich aneignen kann, um diese Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Erst nach Abschluss der Untersuchen zur Körpersprache des Reiters wird eine Schulung für den Reiter nach heutigem Kenntnisstand zur Verfügung stehen. Sie unterscheidet zwischen Signalen und Hilfen, die dem Unterschied zwischen Tun und Sein entsprechen.
But even on this royal road there are obstacles. They trace back to the horse's warp, the loss of trust and faults in the rider's body and/or aids. A presentation of classical means will follow, which permit all who master them to remove obstacles in the horse's body. Only after the current research of how in equitation the rider actually communicates with the horse is completed, an up-to-date schooling for the rider will be available. It distinguishes between signals and aids, which correspond to doing and being.