Study-Horsemanship
3. Forschungseinheit 2007
Zusammenfassung:
Im Schritt am hängenden Zügel ergreift der Reiter vom Motor des Pferdes Besitz. Er bringt seinen Sitz ins Gleichgewicht und lernt, wie er die Hinterhand des Pferdes ansprechen kann.
Im Schritt am halblangen halbgespannten Zügel richtet der Reiter das Pferd im Wechsel von Längsbiegung und Schultervor auf Geraden und Wendungen gerade. Er lernt Sitz, Haltung und Grundlagenwissen zu Gunsten der Geraderichtung des Pferdes einzusetzen.
Die Belastung des inneren Hinterbeins durch das Hereinbringen der Pferdeschultern, die Genickstellung vom Boden, Längsbiegung, Losgelassenheit und das Verlägern der Tritte waren die Themen der vorbereitenden Handarbeit.
Unter dem Reiter wird im Normalfall die Schrittarbeit fortgesetzt bis alles fluppt. Danach klappt die Trabarbeit meistens wie von alleine und auch der Galopp stellt keine Anforderung da. Dann kommen die Übungen, Lektionen und Hufschlagfiguren des ersten Ausbildungsziel. Sie sind einfach und gehen meist wie von selbst. Danach können Reiter und Pferd ins Gelände.
Falsche Vorgehensweisen, Haltungen und Einwirkungen erzeugen Widerwille, Unruhe und Lahmheiten. Beim Reiten ist wenn man richtig vorgeht alles kinderleicht. Falsches Vorgehen ist unendlich schwer.
Deshalb in kleinen Schritten immer nur richtig vorgehen.
Das Pferd kann ohne die Führung des Reiters nicht funktionieren. Es gilt eine sachlich-liebevolle Authorität zu wahren. Pferde sind als Streicheltiere ungeeignet.
Die unverzichtbaren theoretischen Grundlagen fürs Reiten sind das Schliessen der Kruppe und ein Verständnis der equiden Hinterhand, die neben dem Antrieb praktisch alle anderen Funktionen der Reiterei erfüllt.
Damit die Übertragungen zwischen dem humanen und dem equiden Bewegungsapparat stimmen muss der Reiter sich selbst und seine Haltungen auf Gleichseitigkeit und Aufrichtung hin untersuchen und diese wenn nötig normalisieren.
Ebenfalls hilfreich sind Grundkenntnisse der Nervenübertragungen zwischen Reiter und Pferd.