Von einer korrekten Statik seines Körpers zu Pferd und seiner Losgelassenheit hängen die Einwirkungen des Reiters und ihr Erfolg ab. Sein Kenntnisstand in Sachen physiologische Zusammenhänge erlauben ihm den Ist-Zustand eines Pferdes richtig einzuschätzen und geeignete Ausbildungswege zu wählen. Die Systematik seines Vorgehens wird zur Grundlage eines gut und zuverlässig ausgebildeten Pferdes. Zuerst also geht es um den Sitz und seine Einwirkungen, dann die Theorie und dann das praktische Vorgehen zu Pferd. Alle drei Aspekte sollten auf einem Fundament systematischen und gut durchdachten Vorgehens ruhen.
Die Sitzschulung als Grundlage korrekten Einwirkens erfordert häufig vorbereitende Übungen am Boden. Oft gestatten es erst diese dem Reiter falsche Bewegungs- und Haltungsmuster aufzulösen. Um korrespondierende Fehler des Pferdes zu vermeiden reitet der Reiter sein Pferd in dieser Phase zunächst nur im Schritt.
In gravierenden Fällen ist es vielversprechender wenn der Reiter gar nicht reitet, sondern sein Pferd durch passende Bodenarbeit vorbereitet, während er sich selbst durch eine geeignete Gymnastik ertüchtigt. Dabei schult der Reiter zum einen seinen Körper. Zum anderen schult er sein Auge, während er das Pferd ertüchtigt. Die Chancen stehen gut, dass die Fortschritte beider nach Abschluss der Vorbereitungen sofort in ein erfolgreiches Zusammen münden.