Das Pferd kann zwischen inneren und äusseren Anlässen für Angst nicht unterscheiden. Wenn also ein Pferd unter dem Sattel oder an der Hand vor ihm gewohnten Gegenständen scheut gibt es damit körperlichen Schwierigkeiten Ausdruck.
Diese können alles von harmlosen Verspannungen oder Muskelkater bis schweren Schäden wie zum Beispiel Arthrosen sein. Es erfordert den sogenannten Takt des Reiters eine ganz wörtliche Lösung des Problems herbei zu führen und/oder die Schwere des unterliegenden Schadens festzustellen. Arthrosepferde stellen in diesem Zusammenhang eine spezielle Herausforderung dar, da sie in den meisten Fällen weiter geritten werden können und sollen, aber nicht uneingeschränkt einsetzbar sind.
Bleibt es beim Beäugen und langsamen Ausweichen von Gegenständen stellt der Umgang mit der Körperangst des Pferdes kein großes Problem dar. Anders ist es, wenn der Reiter diese Warnzeichen nicht wahr oder ernst nimmt und ein mit gravierenden Gründen für Körperangst belastetes Pferd auf unangemessene Weise belastet. Dann kann es zu den unberechenbaren Reaktionen des Pferdes kommen, die die moderne Reiterei in Verruf gebracht haben.
Solche Panikreaktionen können auch durch den falsch sitzenden Reiter ausgelöst werden. Dabei bleibt zu untersuchen was genau die Körperangst und das daraus resultierende Fluchtverhalten des Pferdes auslöst.