Zu den Haltungen des Pferdes gibt es im Study-Horsemanship ausgedehnte Beobachtungen und ihre Wechselwirkungen mit der Entwicklungen und Leistungen des Pferdes ist in ‘Die Elemente der Reiterei (2007)’ ausführlich dargestellt.
Die Haltungen des Reiters und ihre Wechselwirkung mit denen des Pferdes sind erst seit diesem Jahr Gegenstand detailierter Beobachtungen. Dabei ist die Auswirkung systematischer Übungen am Boden (am erfolgreichsten ohne alles vorm Spiegel) von besonderem Interesse. Eindeutig ist es, dass die Art wie ein Reiter sich hält und wie er seine Haltung ändert deutlich lesbare Auswirkungen auf das Pferd hat.
Diese Untersuchungen rühren an elementare Zusammenhänge der Reiterei und darüber hinaus an fundamentale Fragen des Seins. Es sei daran erinnert, dass mit Yoga und Tai Chi für die Kulturkreise Indiens und Chinas Körperübungen ein fester Bestandteil nicht nur gesundheitsfördernder sondern auch wahrheitssuchender Maßnahmen ist. Im Christentum steht mit Jesus' Geburt, Tod, Auferstehung und Himmelfahrt der Körper im Zentrum der Erlösung. Der lateinische Begriff für das Kreuzbein: 'sacrum' verweist auf die praktische Erfahrung des Reiters, die einen Zusammenhangs zwischen Körperlichkeit und Andächtigkeit bestätigt.
Es geht bei dieser Recherche um Grundlagenforschung für eine allseits nützliche modernen Reitlehre. Unabhängig von religiös-moralisch-doktrinären Fragen geht es mir nach der Klärung wie das Pferd zum Reiten gemacht ist um die Klärung wie der Mensch zum Leben auf dem Planeten Erde, und damit auch für die Reiterei gemacht ist. Zu untersuchen sind die strukturellen und nervlichen Eigenarten des Menschen und ihre Übertragungen aufs Pferd. Eine gründliche Erforschung des menschlichen motorisch-sensorischen Systems steht an und die Klärung solcher Fragen wie warum es möglich ist, dass das Pferde die muskulären Impulse ausführt, die der auf seinem Rücken sitzende Reiter andenkt.