Die Frage stellt sich, ob die Geraderichtung eine fortlaufende sich in kleinen Schritten vollziehende Umformung der Pferdes ist, bei deren Abschluss das Pferd physiologisch verändert und nun (für immer?) gerade ist. Oder ob es sich dabei um einen Entschluss des Pferdes handelt, Hinterhand, Rückgrat, Halsbasis und Genick nicht wie gewohnt (in den meisten Fällen schief nämlich) sondern nun gerade einzusetzten.
Daraus ergibt sich die Folgefrage, ob die Geraderichtung eine für das Pferd deutlich wahrnehmbare, bewußte Sache ist oder ob sie sich bei richtigem Vorgehen des Reiters so zu sagen einschleicht ohne dass das Pferd es je merkt. Weiterhin stellt sich die Frage, ob es eine Geraderichtung des Pferdes gibt, die unabhängig von des Reiters bewusster Anweisung und oder Wahrnehmung im Pferd vor sich geht?
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