Im Gelände hat sich das Pferd mobilisiert. Diese Mobilisation wurde durch das freie Ausschreiten im natürlichen Habitat des Pferdes begünstigt. In der Reitbahn fehlt diese Stimulanz und freies Ausschreiten sowie die Mobilisation des Pferdes werden nun in der Reitbahn mit dem sogenannten 'Durchreiten' zum Ausbildungsprogrammpunkt.
Viel hängt von diesem Durchreiten ab, denn nur ein mobilisiertes Pferd mit beweglichen Hanken kann zügig zwischen dem Schieben und Tragen seiner Hinterbeine wechseln (siehe halbe Parade) und ist so in der Lage sich ganz für den Reiter einzusetzten.
Das Durchreiten spricht aber nicht nur die muskuläre Kraft des Rückens und der Hinterbeine und das freie Fliessen der Nervenimpulse am hinteren Ende der freitragenden Wirbelbrücke an. Es betrifft auch das freie Fliessen der Nervenimpulse am vorderen Ende der Wirbelbrücke und zwischen deren vorderem und hinterem Ende.
Als durchgeritten bezeichent man deshalb ein Pferd erst, wenn es im freien Ausschreiten den Hals von der Basis her vorwärts-aufwärts dehnt, dabei den Hals wölbt und die Schultern frei hebt. Zu untersuchen ist die Wechselwirkung des Nervenabschnitt C8 mit der Aktivierung des Pferdes.