Dieser Begriff bezeichnet die gleichmäßige Verteilung des Pferdegewichts auf alle vier Beine.
Das horizontale Gleichgewicht ist eine Gleichgewichtsform, welches das Pferd in der Natur nicht kennt. Es wurde mit der Zucht eines schnelleren, rechteckigen Pferdes fällig. Der Reiter des modernen Pferdes nutzt dieses Gleichgewicht, um das Pferd gerade zu richten und die Elastizität der Hanken in die Wege zu leiten. Die Geraderichtung und ihr Grund, die Schiefe des modernen Pferdes (siehe Begriffserklärung 'Die Schiefe des Pferdes') wurden erst mit dem rechteckigen Pferd zu einem vorrangigen Thema der Reiterei. In Abgrenzung zum zweiten Gang kann man das horizontale Gleichgewicht als ersten Gang bezeichnen.
Im horizontalen Gleichgewicht besteht die Gefahr, dass ein Pferd dieses verliert und 'auf die Vorhand fällt'. Dann tragen die Vorderbeine mehr Gewicht als die Hinterbeine. Um das zu vermeiden bewacht der Reiter das Schliessen der Kruppe (siehe Begriffserklärung 'Schliessen der Kruppe'). Das Springen kleiner Hindernisse schafft Abhilfe, ebenso Vorwärts (siehe Begriffserklärung 'Vorwärts gehen'), zunächst an der langen Longe oder im Freilauf. In diesem Zusammenhang sind das Anheben des Halses und die damit verbunde Haltungsänderung weiter zu beobachten.