"Der Ursprung der Schiefe ist der vorderste Wirbel des flexiblen mittleren Teils, T9. Die Schiefe beginnt hier mit einer Neigung der Dornfortsätze dieses und der umgebenden Wirbel nach rechts. Zum Ausgleich eines so entstehenden Ungleichgewichts ist die untere Halsbasis des Pferdes häufig nach links verschoben. Das rechte Hinterbein läuft aus der Spur und ist demzufolge schwächer und weniger geschickt als das linke. Die so in fast allen Pferden vorgefundene, mehr oder weniger stark ausgeprägte Schiefe schränkt die Bewegungsfreiheit des Pferdes und die Kontrolle des Reiters über das Pferd ein. Sie behindern den freien Fluss der Nervenimpulse vom zentralen zum peripheren Nervensystem". Aus: 'Die Elemente der Reiterei (2007)', Kapitel I.a.
Deutlich wird, dass es die nicht gleichmäßig unter den Schwerpunkt tretenden Hinterbeine sind, die des Pferdes Bedienungsfreundlichkeit und Leistungsbereitschaft zunächst am meisten behindern. Die unregelmäßige Einwirkung ungleich unter den Schwerpunkt tretender Hinterbeine auf das Sakralgelenk behindern das Heben und Unterstützen der Wirbelbrücke. Dadurch kommt es zu Störungen der Rückentätigkeit (siehe Begriffserklärung 'Das Schliessen der Hinterhand'). Ungleich stark und geschickte Hinterbeine bewirken auch eine unregelmäßige Elastizität der Hanken (siehe Begriffserklärung 'Hanken') und behindern deren Einsatz.
Funktionieren die Hinterbeine des Pferdes erst einmal gleichmäßig, so rückt häufig eine anderer Aspekt der Schiefe in den Vordergrund. Dazu: "Der Nervenabschnitt C8 am vorderen Ende der freitragenden Wirbelbrücke befindet sich in der Mitte der Vorhand. Er funktioniert nur dann richtig, wenn er gerade auf das Sakralgelenk L6/S1 am hinteren Ende der freitragenden Wirbelbrücke ausgerichtet ist. Der Grund für mögliche Störungen ist fast immer des Pferdes Schiefe". Das kann in der Praxis die Neigung der Halsbasis nach links, es kann aber auch die fehlende Elastizität des nach rechts gewandten flexiblen Rückenabschnitts sein.
Es gilt weiter zu untersuchen was der Nervenabschnitt C8 der sich ohne korrespondieren Wirbel im Zentrum der Pferdevorhand befindet bewirkt. Schon jetzt lässt sich vermuten, dass in C8 die Haltung des Reiters und des Pferdes und die vollkommenen Kommunikation zwischen beiden zusammentreffen. Dazu mehr so wie sich weitere Einzelheiten klären....