Anders als im Menschen sind die Hinterbeine des Pferdes vom Knie ab aufwärts gewinkelt. Die Oberschenkel sind geneigt und in den Pferdekörper integriert. Mit den Beckenseiten formen sie ein gleichschenkliges Dreieck, dessen Zentrum das Hüftgelenk ist. Um das Hüftgelenk schwingen die Oberschenkel und sind die Grundlage aller equiden Bewegungen. Dieser Gesamtkomplex wird in der Reiterei Hanken genannt.
Das genannte gleichschenklige Dreieck ist in der Dehnungshaltung relativ flach und in der Leistungshaltung relativ steil gewinkelt. Bei jedem Tritt bzw. Galoppsprung federt es. Die Elastizität dieser Federung ist die Kraftquelle der equiden Hinterhand. Sie ist Grundlage angenehmen Sitzens zu Pferd. In ihr federt das Pferd die Wechsel der Tritt- und Galoppsprunglängen ab. Von ihr geht die Kraft der Versammlung und des zweiten Gangs im Pferd aus.
Kraft und Elastizität der Hanken werden durch das Vorwärtsgehen des Pferdes eingeleitet und erhalten. Daraus ergibt sich, dass es für das Vorwärtsgehen des Pferdes keinen Ersatz gibt. Regelmäßiges freies Vorwärtsreiten des Pferdes ist die beste Garantie für die Kraft und Gesundheit seiner Bewegungen.